the pool
architekt: Paul Schneider-Esleben
typologie: off-space
baujahr: 1962
interview partner: Heike Haberland

Beschreiben Sie kurz Ihren Ausstellungsraum.
Unser Ausstellungsraum ist ein ehemaliges Schwimmbad, deswegen nennt es sich auch pool. Es ist ein von Schneider-Esleben zu einem großen Wohnblock gebautes Schwimmbad aus den 60er Jahren. Damals war es „in“, dass zu Wohnblöcken auch ein swimming pool gehörte. Und der wurde auch lange als Solches genutzt, dann stand er irgendwann leer.
Der Ausstellungsraum ist in die Erde hinter dem Hochhaus eingegraben, darüber liegt Rasenfläche - von Weitem sieht man uns eigentlich nicht. Aber wenn man herfindet, kommt man in einen kleinen Innenhof und findet unterschiedliche Räume. Einen großen Raum, der das Schwimmbad war und dann aber auch Nebenräume bis hin zur Sauna. Früher gab es noch Umkleiden, jetzt nicht mehr. Insgesamt sind es schöne leere Räume in verschiedenen Größen.
Wie ordnen Sie die Qualität Ihrer Ausstellungsräume hinsichtlich des Grundrisses und der Lichtführung ein?
Es sind interessante Räume. Zufällig entstanden (sie sollten eben ein Schwimmbad sein) aber jetzt sind sie für die Kunst wunderbar zu nutzen. Auch weil es überall Oberlichter gibt. Ich weiß gar nicht, wieviele wunderbare runde Oberlichter es sind. Ein so schönes Licht gibt es teilweise nur in Museen, wie z.B. im Lehmbruck Museum (Duisburg). Dafür haben wir kaum Fenster, außer zum Innenhof. Das sind aber alles Türen. Und dadurch ergeben sich wieder großartige Durchblicke von einem Raum über den Hof in die anderen Räume hinein. So kann man immer neue Aspekte in Ausstellungen entdecken.
Was ich persönlich so großartig finde, ist dass der Ort ein bisschen magisch ist. Eigentlich sind es Zweckräume, die sachlich und futuristisch angelegt sind. Obwohl sie unter der Erde liegen, haben wir so großen Lichteinfall. Es kommt einem vor, wie in einer verwunschenen Welt. Und diese Spannung kann jede Künstler*in auf eigene Art nutzen.
