Welche Herausforderungen stellen Ihre Räume an Sie? Wie gehen Sie mit diesen um?
Die räumliche Abfolge impliziert gelegentlich eine Kontinuität oder Relation in der Abfolge der ausgestellten Arbeiten. Das kann hilfreich sein, aber auch zusätzliche Parameter aufgeben. Jeder Raum wird exakt durchgeplant, obwohl wir im Vergleich zu anderen Ausstellungshäusern und deren Raum- und Quadratmeteranzahlen ein extrem kleines Team besitzen.
Die Kabinette mit hohen Wänden eignen sich beispielsweise besonders für einzelne Arbeiten, kleinere Werkgruppen oder Rauminstallationen, wohingegen in den größeren Räumen eine Serie oder Arbeiten mehrere Künstler*innen von Vorteil sind.
In der Ausstellung Breathing Water, Drinking Air haben wir uns die Parameter der Ausstellungsräume insofern zum Vorteil gemacht, als wir mit der räumlichen Enge im Untergeschoss das Leitmotiv des Wassers fokussierten. Im lichten Obergeschoss, das auch räumlich nah an der Dachterrasse liegt, hingegen sind Arbeiten ausgestellt, die Lebewesen in der Luft in den Blick nehmen. Uns war außerdem aufgefallen, dass viele Besucher*innen nicht wussten, dass auch eine Dachterrasse mit Skulpturen zur Ausstellung gehört. So haben wir zu der Ausstellung auch Petrit Hlilais akustische Arbeit Friends of Birds installiert, in der Freund*innen des Künstlers Tierstimmen imitieren, die nun viele Besucher*innen in den Skulpturengarten locken.